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Gekündigt? Das ist wichtig für Sie …

Klagefrist bei Kündigung

Nach § 4 Kündigungsschutzgesetz (KSchG) muss jede schriftlich ausgesprochene Kündigung innerhalb von drei Wochen gerichtlich angefochten werden. Wird die Klagefrist versäumt, gilt die Kündigung als wirksam. Nur in engbegrenzten Ausnahmefällen kann nach Ablauf der Klagefrist noch erfolgreich ein Antrag auf nachträgliche Klagzulassung gestellt werden. Wenn Sie eine Kündigung erhalten haben, wenden Sie sich daher unmittelbar an uns und weisen Sie ausdrücklich darauf hin, dass Sie eine Kündigung erhalten haben, damit rechtzeitig vor Fristablauf in einem persönlichen Besprechungstermin erörtert werden kann, ob Klage erhoben werden soll oder nicht.

Abfindung

AbfindungDer Arbeitgeber kann eine betriebsbedingte Kündigung mit dem Angebot verbinden, eine Abfindung in Höhe von ½ Bruttogehalt pro Jahr der Betriebszugehörigkeit zu zahlen, wenn eine Klage nicht erhoben wird. Es besteht keine Verpflichtung des Arbeitgebers, ein Abfindungsangebot zu unterbreiten. Auch ist der Arbeitgeber nicht verpflichtet, eine Abfindung in der vom Gesetz vorgesehenen regelmäßigen Höhe vorzuschlagen. Sie sollten in jedem Fall Rechtsrat einholen, bevor Sie einem Abfindungsangebot zustimmen. Auch dieses Gespräch muss innerhalb der dreiwöchigen Klagefrist geführt werden.

Arbeitslosmeldung

Beachten Sie bitte, dass Sie gemäß § 38 Sozialgesetzbuch III (SGB III) verpflichtet sind, sich spätestens drei Monate vor Beendigung des Arbeits- oder Ausbildungsverhältnisses persönlich bei der Agentur für Arbeit arbeitssuchend zu melden. Können Sie diese Frist nicht einhalten, weil Sie von der Beendigung des Arbeitsverhältnisses erst später Kenntnis erlangen, müssen Sie sich innerhalb von drei Tagen bei der Agentur für Arbeit arbeitssuchend melden! Eine unverbindliche Selbstberechnung des ALG I ist unter der Seite der Agentur für Arbeit möglich.

Geltendmachung von Vergütungsansprüchen – Ausschlussfristen

Sehr häufig sind in Arbeitsverträgen und/oder in (durch den Arbeitsvertrag in Bezug genommenen) Tarifverträgen Ausschlussfristen geregelt, nach denen Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis innerhalb eines bestimmten Zeitraumes geltend gemacht werden müssen. Meist sehen diese Fristen auch vor, dass diese Geltendmachung schriftlich – also in Papierform mit eigenhändiger Unterschrift – erfolgen muss. Zum Teil wird in diesen Ausschlussfristen sogar gefordert, dass die Ansprüche innerhalb einer bestimmten Frist eingeklagt werden müssen. Wird die Frist versäumt, sind Ihre Ansprüche verfallen und können nicht mehr vom Arbeitgeber beansprucht werden. Sollte zwischen Ihrem Arbeitgeber und Ihnen also Uneinigkeit über Ihnen zustehende Ansprüche, insbesondere Vergütungsansprüche, bestehen, vergewissern Sie sich umgehend, ob und wenn ja welche Ausschlussfrist in Ihrem Arbeitsverhältnis gilt und ergreifen Sie die fristwahrenden Maßnahmen.